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27.09.2019

Schon wieder TuS Appen

Es geht wieder los: Der Sportverein möchte erneut vor Gericht ziehen und sein „NPD-Mitglied“ ausschließen.

Beim ersten Verhandlungstermin vor dem Landgericht Itzehoe in dieser Woche bot sich ein schon bekanntes Bild. Erneut soll gerichtlich entschieden werden, ob es eine Rechtsgrundlage für den Ausschluß unseres NPD-Funktionärs aus dem Verein gibt.

Schon im ersten Verfahren hatte der Verein nicht so wirklich überzeugend darlegen können, weshalb er Lennart Schwarzbach denn jetzt ausschließen müsse, dafür aber umso bemerkenswertere Geschichten vorgetragen. So blieben uns neben mehrfachen Fälschungen desselben Protokolls von Seiten des Vereins auch der Anwalt, der lieber Referendarinnen gefallen wollte als dem Geschehen zu folgen, in Erinnerung. Für den begeisterten TuS-Appener Schwarzbach eine „eher unglückliche Vertretung des Vereines“.

Auch in diesem Verfahren blieben der durch Diekert und Pirsig anwesende Vorstand der „Strategie“ treu. Er hatte, bei allerdings deutlich gesteigertem Auftreten vor Gericht, einige interessante Geschichten mitgebracht. Der Höhepunkt gipfelte wohl in der Aussage, der seit 2014 im Verein Sport treibende TuS Appener würde sich heimlich nach Beginn der Einheiten in das Sportgeschehen einschleichen, in der Hoffnung man würde es vor Ort nicht bemerken.

Im Verein selbst fehlt vielen mittlerweile das Verständnis für das Vorgehen Diekerts. Während vereinzelte Mitglieder vorwiegend aus anders orientierten politischen Gruppierungen vehement den Vorstand in seinem Prozeßeifer befeuern, ist das Thema für die meisten Mitglieder, die im Sportverein - wen wundert´s? – vor allem Sport betreiben möchten, vermutlich eher lästig.

„Wir können doch nicht bei jedem Neumitglied vorher prüfen, ob es NPD-Mitglied ist“, wehrte sich Diekert vor Gericht. Schon im ersten Verfahren hatte er sich nachvollziehbar darüber beschwert, daß derart komplexe Satzungsänderungen von einem kleinen Verein nur schwer zu bewerkstelligen seien.

Daß die Satzung eben bewußt so geschrieben wurde, um einen politischen Mißbrauch des Vereins durch beispielsweise den Vorstand zu verhindern, kam ihn nicht in den Sinn. Auch reicht die bloße Tatsache einer Funktionärsstellung in der NPD sicher nicht aus, um vollkommen willkürlich Mitglieder aus Vereinen werfen zu können. Wie viele Verfahren es wohl noch dauert, bis auch der gesamte Vorstand des TuS Appen dies erkennt?

Und so bleibt es beim Rätselraten, was denn Schwarzbach nun im Verein falsch gemacht haben soll. Darauf konnte auch der Vereinsvortand vor Gericht keine Antwort geben...

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