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29.03.2016

JN Hamburg-Nordland beim Gedenken an Lübeck

 

Die Toten von Lübeck! 28./29. März 1942 unvergessen!

Der 28. März 1942 war ein Sonnabend wie jeder andere. Um 23.16 Uhr erfolgte Fliegeralarm. Selbst das war nichts besonderes, denn Lübeck hatte schon mehr als 200 Fliegeralarme hinter sich, ohne daß ernste Schäden oder Beeinträchtigungen eingetreten wären.

In dieser Nacht sollte es jedoch anders kommen. Ein britischer Fliegerverband mit 40 zweimotorigen Maschinen, der zunächst am Nordostseekanal entlang flog, steuerten mit abgestellten Motoren Trave aufwärts die Hansestadt an. Um 23:30 Uhr setzten die feindlichen Flugzeuge einen dichten Kranz strahlender Leuchtbomben rund um die Innenstadt herum, und noch in derselben Minute fielen schon Brandbomben auf die 800 Jahre alte Hansestadt herab.

Genau ist die Reihenfolge der sich schnell ausdehnenden Großfeuer nicht mehr feststellbar. Durch die vielen alten Fachwerkhäuser war Lübeck so brennend wie eine Fackel und die anfänglich kleinen Dachstuhlbrände breiteten sich schnell über die gesamte Altstadt aus.

Durch die Intensität der Flächenbrände entlud sich ein Feuersturm, dessen Hitze, Gesteinsstaub und Flugasche die Brandbekämpfung fast unmöglich machten. Hinzukam, das gegen ein Uhr durch einen Volltreffer auf die Hauptführungsrohre der Lösch-wasserversorgung in der Mühlenstraße das Wasser knapp wurde und mühselig aus der Trave und dem Kanal angefahren werden mußte. Und schließlich waren die Straßen der Innenstadt durch Gesteins- und Schuttmassen restlos versperrt, so daß die zur Feuerbekämpfung bereite Bevölkerung untätig zusah, wie ihr Hab und Gut in den Flammen unterging.

Als Lübecks Bürger nach dieser Bombennacht vor diesem grausigen Vernichtungswerk standen, welches annähernd 33.000 Bomben mit einem Gewicht von etwa 180.000 Kilogramm verursacht hatten, war weder das Ausmaß der menschlichen Not noch der baulichen Zerstörung zu übersehen.
 


Nichts war so wie es einmal war!
Der Schmerz saß tief und für viele wird diese Nacht für immer unvergeßlich bleiben. Die Verluste der Bevölkerung betrugen 308 Tote, 136 Schwerverletzte, 649 Leichtverletzte und 4 Vermisste. Über 15.000 Menschen wurden obdachlos. Unter großer Beteiligung der Lübecker Bürger setzte man die Opfer auf dem Ehrenfriedhof bei. Noch heute erinnern Holzkreuze an die Toten dieser Terrornacht.
 

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