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05.03.2018

Das Volkswagen-Verbrechen

Was steckt hinter dem sogenannten „Abgasskandal“? Worin liegt genau das Verbrechen, für welches sich der Volkswagenkonzern wieder und wieder verantworten muß. Wir schauen genauer hin…

Schon die grundsätzliche Idee, ein Auto zu schaffen, welches für die breite Masse des Volkes erschwinglich und zugleich dem einzelnen Volksangehörigen persönliche Freiheiten verschafft, konnte einem Autobauer in der Vergangenheit einige Feinde einbringen. Durch die Erfindung des Verbrennungsmotors 1886 durch Karl Benz wurde eine neue Ära der Fortbewegung eingeleitet; der veraltete Elektromotor konnte abgelöst werden.

Nachdem zuvor Henry Ford in den USA durch seine Fließbandproduktion das Auto für jedermann geschaffen hatte, sollte nun auch in Deutschland günstige und freie Fortbewegung zu einem erschwinglichen Preis möglich gemacht werden. Auf besonderen Wunsch der deutschen Regierung wurde 1937 die Einwicklung des VW nahe der Wolfsburg umgesetzt.

Nach Kriegsbeginn wurde das Volkswagenwerk zunächst auf die Produktion von Rüstungsgütern umgestellt. Erst nach dem 2. Weltkrieg trat die Produktion ziviler Nutzfahrzeuge wieder in den Vordergrund. Der Aufstieg des Volkswagenwerkes zum heute größten Werk der Welt nahm seinen Lauf. Die mal stärker mal schwächer vom Erfolg geprägte Geschichte des größten deutschen Autobauers wurde zuletzt vor allem durch wenig wohlwollende Berichterstattungen geprägt. Der sogenannte „Abgasskandal“ führte zu Absatz- und Aktienkurseinbußen der Volkswagen AG.

Was zunächst unglaublich oder zumindest einmalig klingen mag, stellt sich bei genauerer Betrachtung aber als schon häufiger aufgetretene Begebenheit dar. Daß nach Verfehlungen von Autobauern die entsprechend fehlerhaften Modelle teilweise mit zahlreichen Todesfolgen an den Markt gelangen, ist keine Seltenheit. So liegen auf der Liste der Verkehrstoten durch technische Fehler bei Autobauern andere Skandale sogar noch deutlich weiter vorn. Defekte am Zündschloß bei GM verursachten midestens 124 Tote, ein leicht entflammbarer Tank bei Ford 100 Tote, und Toyota durch unabsichtlich beschleunigende Fahrzeuge kam auf 89 Todesfälle.
Aber die mittlerweile einen Betrag von 25 Milliarden US-Dollar übersteigenden Strafzahlungen, die VW nun leisten soll, sind um zweistellige Vielfache höher als bei früheren Verfehlungen anderer Autobauer

Demgegenüber stehen seit Jahren stark sinkende Abgasemissionen und – ähnlich wie bei typischen Atomkatastrophen oder diversen Tiergrippen in Deutschland – ganze 0 nachgewiesenen Tote durch den sogenannten Abgasskandal. Der Vergleich muß hier gezogen werden, da in der fremdbestimmten und kränkelnden BRD lieber Phantomschmerzen dramatisiert werden als vorhandene Mißstände zu beseitigen.
Doch was steckt nun tatsächlich hinter dem medialen Großangriff auf den Volkswagenkonzern wenn der Abgasskandal nur ein Vorwand darzustellen scheint?

Die jüngere VW-Geschichte unter dem Vorsitz von Martin Winterkorn liest sich recht erfolgreich. Ein Jahr später nach dem Wechsel von Audi zum VW-Vorsitzenden übersteigt die Anzahl verkaufter VW den bis dahin drittgrößten Autobauer der Welt, Ford, zum ersten Mal. 2011 folgten weitere  Expansionen, unter anderem der Beginn der Produktion des Passat in Tenessee für den amerikanischen Markt, sowie die Übernahme von MAN und Ducati. 2012 wurde durch Übernahme die angestrebte Fusion mit Porsche vollendet. Im Jahre 2014 wurde mit GM der nächste amerikanische Autobauer überholt. Die Volkswagen AG lag nun hinter Toyota auf dem zweiten Platz der weltweit abgesetzten Autos.

Und VW kündigte an, neben China vor allem in den USA weiter wachsen zu wollen. Könnte dies der Grund gewesen sein, warum gerade 2014 gegen VW und gerade in den USA der Abgasskandal derart aufgebauscht wurde? Die amerikanischen Autobauer hatten mehrfach unter Beweis gestellt, daß sie nicht in der Lage waren, einen konkurrenzfähigen Diesel zu entwickeln. War dies nun der letzte verzweifelte Versuch, die amerikanischen Autobauer noch einmal zurück ins Rennen um die Marktführerschaft zu hieven? Nach massiven Übertreibungen des „Skandals“ trat Erfolgsbringer Winterkorn jedenfalls zurück und Müller übernahm den Konzern.

Dennoch war es 2016 dann so weit. Der Volkswagenkonzern verkauft erstmalig mehr Autos als jeder andere Autobauer weltweit. Ein Ziel, das Winterkorn für spätestens 2018 ausgegeben hatte. US-Chef Woebcken sieht in Nordamerika weiterhin große Wachstumschancen. „Unser Ziel ist es nicht nur, im US-Markt mitzuspielen, sondern von einem Nischen-Akteur zu einer wirklich relevanten Massenmarke zu werden.“ Dies könnte der endgültige K.O. der verbliebenen amerikanischen Autobauer werden.

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