npdhamburg.de

29.05.2018

Neue Wohnungen für 12.000 Fremdländer in Neugraben?

Ich muß zugeben, daß mir die Existenz des Harburger Neubaugebietes Vogelkamp erst vor kurzem bewußt wurde, als ich die Meldung las, daß Harburger DRK habe dort ein zweites sogenanntes Willkommensbüro Süderelbe eröffnet. Ich fragte mich, warum man so weit abseits eine derartige Einrichtung braucht und beschloß, mir das bei Gelegenheit anzusehen.
Diese Gelegenheit bot sich am vergangenen Wochenende, als dort eine Nachbarschafts-Kennenlernen-Integration-Veranstaltung stattfand, bei der ich mir bei sengender Hitze in diversen Einzelgesprächen innerhalb von zwei Stunden von allen anwesenden Vertretern der Asylindustrie ihre Arbeit und Ziele erläutern ließ. Hier mein Bericht, und eines sei vorausgeschickt: Die Situation ist viel dramatischer als man annimmt. Doch das erkennt man nur, wenn man alle Fakten kennt.
Wenn man sich von der S-Bahn Neugraben zum Neubaugebiet begibt (man braucht nur über eine Brücke zu gehen), stößt man als erstes auf das bereits fertiggestellte Bürgerzentrum, ein unansehnlicher Klotz, der Kultur- und Sporteinrichtungen, Veranstaltungsräume und Gastronomie (geplant) beherbergt. Etwas zurückgesetzt befindet sich eine Schule.
Schaut man von dort linker Hand, blickt man über ein riesiges, sich bis zum Horizont erstreckendes Areal, auf dem weit entfernt Bautätigkeit zu vernehmen ist. Daß dieses Gebiet nur einen kleinen Teil ausmacht, erfuhr ich erst später.

Bei den in einiger Entfernung aufgebauten Informationsständen wurde ich von einer Dame vom DRK begrüßt, die mir erklärte, es sei kein Straßenfest, wie ich angenommen hatte, sondern gedacht als eine Möglichkeit, daß Anwohner sich kennenlernen und informieren können. Wie sie sagte, gab es hier bis vor kurzem zwei Wohncontainer-Siedlungen für "Asylanten", doch diese seien jetzt in Neubauten untergebracht und würden von ihrem Verein betreut. Auf einer Schautafel konnte ich die Neubauten (die mich an skandinavische Ferienhäuser erinnern) betrachten und erfuhr weiterhin, daß die Zahl bei 600 Personen liegt, von denen die meisten aus Afghanistan stammen.
Der zweite Stand, den ich aufsuchte, war der von "Demokratie leben!", wo man erst nach hartnäckigen Nachfragen mit mir sprechen wollte, ich dann aber erfuhr, daß man sich für Demokratie und gegen Gewalt einsetze, und als ich diesem nachdrücklich zustimmte, wurde man auch freundlicher. Im Allgemeinen ginge es ihnen darum, die Leute dazu zu bewegen, sich einzubringen und einzumischen, also "runter vom Sofa", und auch dort stimmte ich unumwunden zu, entsprach es doch genau meinem Besuch. Als ich versprach zur nächsten Anti-Rassismus Veranstaltung zu kommen (Rassismus gegen Deutsche muß in meinen Augen selbstverständlich bekämpft werden), waren wir bereits beste Freunde.
An dieser Stelle sollte man zum ersten Mal stutzig werden und sich fragen, was hat "Demokratie leben!" bei der Planung und Vorstellung eines Neubaugebietes zu suchen? Denn, wie jeder weiß, ist die Haupttätigkeit von denen, ausgestattet mit riesigen Fördergeldern, der "Kampf gegen Rechts".

Der dritte Informationsstand war erneut vom DRK, diesmal wurde jedoch eher in allgemeiner Art über die Tätigkeit des Vereins berichtet, doch da ich bereits wußte, daß das DRK eines der größten Nutznießer in Harburg ist, hielt ich mich dort nicht lange auf, da mir auch ein Gespräch mit den dort anwesenden "Asylanten" nicht möglich schien.
Und jetzt beginnt der spannende Teil meines Informations-Rundgangs, denn ich traf am vierten Stand auf eine Vertreterin der Stadtentwicklungsbehörde STEG. Wie die Dame mir erklärte, sei die Aufgabe von STEG sozusagen die "Verschönerung" der Stadt, und so überlege man, wie die Cuxhavener Straße attraktiver gestalten werden kann und wie alte und neue Gebiete zusammenkommen können. Als ich dann große Augen machte, als sie mir auf einer Karte die riesigen Ausmaße des Vogelkamps zeigte und daß außerdem zwei weiter Gebiete (ehemalige Kaserne und hinter Fischbek) bebaut werden (wobei Fischbek am größten erschien), holte sie ihren Kollegen von IBA Hamburg mit zu diesem Gespräch.  Und als ich diesem sagte, derartige Baumaßnahmen kenne ich bisher nur aus dem Amsterdam der 80ger Jahre, da verriet er mir mit viel Stolz, daß in der Tat auch dieses Gebiet in Harburg seit den 80ger Jahren in Planung sei, es aber bisher nicht zu realisieren gewesen sei, doch jetzt biete sich die Gelegenheit. Im Übrigen soll Neugraben um 30% wachsen, und es sollen hier 12 000 (!!!) Menschen angesiedelt werden, immerhin würde deswegen die S-Bahn schon im 5 Minuten Takt fahren.

Bei den Aussagen des Herrn von IBA Hamburg entstand bei mir das Bild von Stadtplanern, die, wie gesagt, seit 25 Jahren an einer massiven Bebauung von Neugraben arbeiten, doch wer soll dort wohnen bei rapide sinkenden Geburtenraten, und somit konnte ihre Arbeit erst jetzt, quasi kurz bevor sie in Rente gehen, Realität werden und das einzig aufgrund des Massenzuzuges der letzten Jahre. Das ist DIE Gelegenheit ihres Lebens zu erreichen, daß ihr Berufsleben nicht sinnlos gewesen ist, die ergriffen werden muß, und um die Folgen und Auswirkungen sollen sich die Anderen kümmern.
Am fünften und letzten Stand traf ich auf Vertreter des Harburger Integrationsrates, unter dessen Arbeit ich mir zunächst nicht viel vorstellen konnte. Wie ich erfuhr, besteht diese Rat aus 18 Personen, die an einer Vernetzung untereinander arbeiten und sich als Brücke ins Rathaus verstehen. Man hatte nämlich festgestellt, daß jede einzelne Zugereisten-Minderheit eigene Vereine und Organisationen betreibt, daß diese aber voneinander nichts wußten, geschweige denn zusammenarbeiteten. Das sei jetzt behoben, man veranstalte regelmäßig Konferenzen und hätte in Harburg jetzt 150 (!!!) dieser Vereine zusammengebracht.
Der Schluß, den ich aus all diesen Gesprächen (die natürlich viel umfangreicher waren als hier wiedergeben) ziehe, ist folgender: Wir haben hier ein gigantisches Bebauungsprojekt, das von Anfang an massiv von der Asyl- und "Kampf gegen Rechts"-Lobby begleitet wird, wir haben Stadtplaner, die endlich den Traum ihres Arbeitslebens verwirklichen können, wir haben das DRK, für das "Asyl" ein riesiger Geschäftsbereich darstellt, und wir haben den "Integrationsrat", bei dem sagenhafte 150 Vereine daraufhin arbeiten, die Belange ihrer Klientel durchzusetzen.

Gegen wen das Ganze gerichtet ist, dürfte deutlich sein; wessen Interessen durchgesetzt werden sollen ebenso. Und wer diese 12 000 Menschen, die dort leben sollen, sein werden, kann sich jeder ausmalen. Einen Hinweis liefern vielleicht auch die an den Ständen anwesenden Vorzeige-"Asylanten", oder daß sich während der ganzen Zeit auf den Parkbänken, dem Spielplatz und den Wegen zu den Gebäuden ausschließlich Zugereiste aufhielten.
In Anbetracht der Dimensionen nur dieses einen Projektes möchte ich jeden, der bis hierher gelesen hat, dazu aufrufen, von der Empörung zur Aktivität überzugehen. Nur wenn wir gemeinsam gegen Derartiges Vorgehen, können wir etwas erreichen! Nehmt Kontakt auf zu eurem Kreisverband, arbeitet mit, jeder wird gebraucht! Und jeder Harburger kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen. Es ist Zeit zu handeln!

» Zur Hauptseite wechseln

Bildschirmauflösung:  X  px Pixeldichte: