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06.11.2017

Schlimme Zustände bei Notaufnahme

Hier beschreibt einer unserer Freunde, wie es ihm ergangen ist:

„Ich hatte mich kürzlich an der Hand verletzt. Es blutete sehr, und ich hatte zunächst starke Schmerzen. Ein Verwandter brachte mich mit dem PKW gegen 19.00 Uhr zur Notaufnahme eines Krankenhauses. Die zuständige Mitarbeiterin warf nur einen kurzen Blick auf die Wunde und fragte nur noch, ob ich Blut verdünnende Mittel nehmen würde. Als ich das verneinte, bat sie mich, im Warteraum Platz zu nehmen.

Der war sehr voll. Daß die Patienten nicht in der Reihenfolge ihrer Ankunft zur Behandlung gerufen wurden, kann ich ja verstehen. Wo Lebensgefahr besteht, muß natürlich sofort geholfen werden.

Aber nach zwei Stunden des Wartens wurde ich doch unruhig. Offensichtlich gibt es im Krankenhaus viel zu wenig Personal. Auf einem Plakat war zu lesen, daß bei nicht so argen Verletzungen die Wartezeit bis zu vier Stunden betragen könnte. Nach 30 weiteren Minuten bin ich dann wieder unbehandelt nach Hause gefahren.“

Um Gehälter zu sparen, wird in den Kliniken offensichtlich oftmals nicht genügend Personal eingestellt. Anscheinend ist es die erste Aufgabe mancher Krankenhäuser, Gewinne zu erwirtschaften. Die Gesundheit des Volkes scheint dem Gewinnstreben untergeordnet zu sein. Das sind die Folgen der Privatisierung.

Wir sagen: Die Krankenhäuser müssen wieder zurück in die Verantwortung des Landes oder der Gemeinden.

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