npdhamburg.de

29.11.2017

Neuer Deutschenhaß im Kino

Daß Kinofilme für Propagandazwecke genutzt werden, ist bestimmt schon seit dem Entstehen dieser Kunstform der Fall, doch gewöhnlich denkt man dabei dann an vergangene Zeiten und verweist mit Sicherheit auf die Werke von Leni Riefenstahl.
Geht man heutzutage noch häufig ins Kino, merkt man schnell, daß Propaganda im Film nicht der Vergangenheit angehört, sondern gerade zur jetzigen Zeit auf Hochtouren läuft und immer mehr an Fahrt aufnimmt. Dabei bleibt von den Filmemachern kein Themenkreis verschont und keine Möglichkeit der Manipulation ungenutzt, so daß der Zuschauer einer permanenten Beeinflussung ausgesetzt ist, um in seinem Kopf das gewollte Weltbild festzusetzen.

Sein es nun Filme, die die "Asylantenflut" schönreden ("Willkommen bei den Hartmanns", Welcome to Norway"), die die Erfolge der Emanzipationsbewegung preisen ("Jahrhundert Frauen", "Battle of the Sexes"), die uns das folkloristische Verhalten ausländischer Mitbürger näherbringen sollen ("Alles unter Kontrolle! ", "Darkland"), die zeigen sollen, daß das Übel aller Dinge weiße Männer sind ("Birth of a Nation") oder die herausragenden Leistungen farbiger Menschen hervorheben ("Hidden Figures", "Ein Dorf sieht schwarz"). Und natürlich wird bei jeder Hollywoodproduktion auf die Diversity geachtet, so daß keine Minderheit benachteiligt, dabei zwar so manche unpassende Besetzung vorgenommen, aber erreicht wird, daß sich beim Zuschauer nach und nach die Wahrnehmung verändert und er irgendwann glaubt, das Gesehen sei Realität.

Nun zeigt sich aktuell in Deutschland eine neue besorgniserregende Entwicklung anhand des gerade angelaufenen Films "Aus dem Nichts". Der in Hamburg spielende Film erzählt - unter Beteiligung von Hollywood Star Diane Kruger - die Geschichte einer mit einem Türken verheirateten Frau, die mit ihm auch ein Kind hat, und nach einem Abend, den sie mit ihrer Freundin im Hamam verbracht hat, nach Hause kommt, und erlebt, daß das Ladenlokal ihres Mannes durch ein Bombenattentat zerstört wurde, wobei ihr Mann und Sohn ums Leben gekommen sind.

Wir erleben von Anfang an ein Stadtbild und eine Gruppe von Personen, in denen Bio-Deutsche fast nicht mehr vorkommen, es sei denn als Beamte bei Gericht oder Polizei. Es ist in der Handlung ganz selbstverständlich, daß der Ehemann wegen Drogenhandels im Gefängnis war (man beachte die Mitinsassen!), es ist ganz normal, daß die Frau durchgehend Drogen konsumiert und selbst ihr türkischer Anwalt - in seinem Büro - Drogen für sie zur Hand hat, als sie danach fragt.

Sehr schnell ist die Handlung nach einigen polizeilichen Ermittlungen dann bei ihrem Hauptthema angekommen, nämlich daß die Tat nur von "Nazis" begangen worden sein konnte; und wir wohnen der Gerichtsverhandlung gegen ein junges Paar bei. Dabei werden allein schon durch die Inszenierung der Bilder alle Äußerungen und Anträge des Verteidigers als verwerflich und ungerecht dargestellt, die Drogensucht der Frau relativiert ("nur gegen ihre Schmerzen"), Beweismaterial der Verteidigung als selbstverständlich gefälscht dargestellt und ein Zeuge der Verteidigung als Mitglied der Goldenen Morgenröte "entlarvt", welcher somit nur ein Lügner sein kann. Ein im Gerichtssaal stattfindender Angriff der Frau auf die Angeklagte wird als verständlich auf Grund ihres Verlustes dargestellt, und es fällt sogar durch einen Zeugen der Satz, man sei sich sicher, der Angeklagte Mann verehre Hitler.

Vieles von dem ist vorhersehbar gewesen, doch diese geballte Art ist schon ungewöhnlich, und was erschreckend ist, an dem was man sieht, ist, daß das  Deutschland, das einem dort gezeigt wird, in dem Deutsche nur noch ein Inseldasein führen im eigenen rechtlosen Land und in dem die Frau, zusammen mit ihrem türkischen Anwalt, ihren Hass (auf die "Nazis", gemeint sind jedoch die Bio-Deutschen) mehrfach ganz selbstverständlich herausschreien.

Soweit kann man das als Zuschauer, der einiges gewöhnt ist, noch hinnehmen, doch als dann die Handlung weitergeht, die Angeklagten mangels Beweisen freigesprochen werden, da kommt die neue Qualität der Meinungsmache zum Vorschein. Denn die Frau ist mit dem Freispruch nicht einverstanden ("Nazis" darf man doch nicht freisprechen), verfolgt die beiden Freigesprochenen, bastelt sich ebenfalls eine Nagelbombe und sprengt sich in der letzten Einstellung des Films mit ihnen in die Luft. Als Anmerkung bekommt man im Abspann noch einen Text über den NSU zu lesen, sozusagen als Rechtfertigung.

Und so sah man dann einen staatlich finanzierten (!), mit Preisen bedachten Film, der offen zu Selbstjustiz und somit zu Mord aufruft, solange es gegen "Nazis" geht. Die Jagdsaison ist eröffnet.
Das vorwiegend ältere Publikum im Kinosaal konnte nach der Vorstellung vor Begeisterung kaum an sich halten.

» Zur Hauptseite wechseln

Bildschirmauflösung:  X  px Pixeldichte: