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23.07.2018

Der Staatsmann

Das, was mir das zweite Buch unseres Europaabgeordneten Udo Voigt von Anfang an deutlich gemacht hat, ist, hier ist jemand, der wirklich Politik betreibt. Jemand, der sich nicht nur der zur Zeit auf europäischer, sondern auch der auf nationaler Ebene wichtigen Themen annimmt, sie im EU-Parlament zur Sprache bringt, und das, ohne sich dabei in den vielen kleinen Aufregern und Skandalen zu verlieren, die uns allen so viel Zeit stehlen. Nein, Udo Voigt widmet sich den großen Themen, denen mit Tragweite, bringt sie in seinen Beiträgen immer wieder auf den Punkt und bleibt auch dann am Ball, wenn die bundesdeutsche Politik- und Medien-Karavane schon längst weitergezogen ist. So zum Beispiel der Fall Syrien, die Nicht-Souveränität Deutschlands oder die Verfolgung von Systemkritikern "im freiesten Deutschland, das es je gab". Man kann sich darauf verlassen, daß Udo Voigt seinen Standpunkt durch seine Redebeiträge im Plenum oder durch Eingaben an die Kommission deutlich macht, und das sehr zum Leidwesen der dort versammelten Eurokraten, wie er zu berichten weiß.

Da ich die Arbeit unseres Europaabgeordneten seit vielen Jahren in den sozialen und alternativen Medien verfolge, waren mir die meisten der in seinem Buch "Einer für Deutschland" zusammengefaßten Themen zwar bekannt, ich kann aber trotzdem die Lektüre jedem, der an Politik und unserer Partei interessiert ist, nur von ganzem Herzen empfehlen. Auch um sich bewußt zu werden, welche enorm wichtige Arbeit Udo Voigt dort bei der EU für unsere Sache leistet. Und ich kann auch sagen, daß das Buch bei mir nicht nur ein ganz neues Bewußtsein für das ach so ferne Brüssel geweckt hat, sondern mir auch einen spürbaren Motivationschub für den anstehenden Wahlkampf zur Europawahl 2019 bescherte. Denn das, was dort in Brüssel geschieht, ist alles andere als unwichtig, und daß "unser Mann in Europa" erneut ins Parlament einziehen muß, erst recht nicht; das haben mir die Ausführungen von Udo Voigt deutlich gezeigt.
Den Einstieg in die Thematik der bisherigen Tätigkeit von Udo Voigt in Brüssel und Straßburg macht einen das Buch sehr leicht, nicht nur durch drei einleitende Vorworte von Dan Eriksson (Europa Terra Nostra), Bruno Gollnisch (MdEP Frankreich) und Frank Franz (NPD), sondern auch durch Gastbeiträge und die Vorstellung der Organisationen, mit denen Udo Voigt zusammenarbeitet, sowie seiner Mitarbeiter, so daß man als Leser gleich gründlich erfährt, mit wem man es im weiteren Verlauf zu tun hat.


So schildert Lutz Dessau in zwei Beiträgen zum einen den Ablauf einer Dienstbesprechung, die der Europaabgeordnete mit seinem Mitarbeiterstab hält ("kurz und knackig"), und des weiteren gibt er uns mittels eines stimmungsvollen Berichtes Einblick in das Programm, das die Besuchergruppen interessierter Bürger in Brüssel erwartet, die der Abgeordnete dort regelmäßig empfängt. Auch werden die Arbeit des Parteienzusammenschlusses "Alliance for Peace and Freedom" und der Stiftung "Europa Terra Nostra" ausführlich dargelegt.  
Derart gut mit Vorabinformationen ausgestattet, kann man sich als Leser dann der beachtlichen politischen Arbeit zuwenden, mit der Udo Voigt bisher auf sich aufmerksam gemacht hat. Dabei widmet sich der Autor detailreich dem Thema "Russland", berichtet von seiner Teilnahme an einem Kongreß in St. Petersburg, geht auf die berühmten Äußerungen des russischen Präsidenten zur Souveränität Deutschlands ein und macht sich Gedanken über die Beziehungen unseres Landes zu Russland im Lichte der EU-Sanktionen und der geopolitischen Bestrebungen der USA.

Daran anschließend richtet Udo Voigt seinen Blick auf den Mittleren Osten. Zweimal besuchte er Syrien in den Jahren 2015 und 2016, um sich ein eigenes Bild der Situation vor Ort zu machen und läßt uns nun teilhaben an seinen vielen Begegnungen mit hochrangigen Persönlichkeiten und an den Erkenntnissen, die er aus diesen Reisen gewonnen hat. Mir persönlich bedeutet besonders der Einsatz von Udo Voigt für Syrien enorm viel, denn er legt nicht nur offen, wie sehr wir von der Politikelite und den Medien belogen werden, sondern auch, daß deutsche Interessen nicht an der Landesgrenze enden und daß man als Nationalist freundschaftliche Beziehungen zu arabischen Ländern unterhalten kann. Selbst für den Iran findet der Autor an anderer Stelle lobende Worte. So daß ich sagen muß, Udo Voigt legt eine Differenziertheit und Sachlichkeit an den Tag, die ich nicht hoch genug loben kann.
An das Kapitel "Syrien" schließt sich in Udo Voigts Buch unvermeidlich das für Europa zur Zeit wichtigste Thema "Flüchtlinge" an. Seien es der Türkei-Deal, der "Asylanten"-Tsunami, die Silvesterexesse 2015/16 und die standhafte Haltung der meisten mitteleuropäischen Länder gegenüber den EU-Plänen einer Verteilung der einströmenden Abenteurer auf alle EU-Länder, man kann sich einer fundierten Stellungnahme des Autors gewiß sein. Und selbstverständlich ist auch, daß er die Verantwortlichen und ihre Machenschaften in EU und Bundestag beim Namen nennt. Auch wenn manche der behandelten Themen nun schon einige Jahre zurückliegen, sie haben an Aktualität und Brisanz nichts eingebüßt, besonders nicht für die Bundesdeutschen, und es ist Udo Voigt zu danken, daß er sie uns hier nochmals in ihrer Komplexität vor Augen führt und erläutert.
Das Buch schließt mit einem Exkurs zur angeblichen Meinungsfreiheit in Europa und Deutschland anhand der Beispiele "Goldene Morgenröte", Horst Mahler und dem "Aktionsbüro Mittelrhein". Das Buch beinhaltet außerdem zahlreiche Fotografien (davon 16 Seiten farbig), sowie einen Anhang mit Dokumenten.

Udo Voigt - Einer für Deutschland
Als Europaabgeordneter in Straßburg und Brüssel
Europa Terra Nostra 2017 279 Seiten

Autor:
Aarne Bittner
Kreisvorsitzender Hamburg-Harburg

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